Haagweine Riesling Jahrgang 2025 ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ 
                                                           
 
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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Weinfreunde,
liebe Kunden,


ein genauerer Blick – denn gerade an der Mosel stimmen die Bezeichnung auf dem Etikett und die sensorische Wahrnehmung nicht immer eindeutig überein.

Die gesetzlichen Vorgaben sind grundsätzlich klar: Abhängig vom Verhältnis zwischen Restzucker und Säure darf ein trockener Wein bis zu 9 Gramm Restzucker pro Liter enthalten. Bei halbtrockenen Weinen sind unter Berücksichtigung der Säure bis zu 18 Gramm zulässig. Liebliche Weine dürfen bis zu 45 Gramm Restzucker pro Liter aufweisen.

Der Begriff „feinherb“ ist dagegen gesetzlich nicht eindeutig definiert. Er wird vor allem an der Mosel gerne als klangvollere Alternative zu „halbtrocken“ verwendet, kann theoretisch jedoch auch Weine mit deutlich höherem Restzuckergehalt bezeichnen.

Beim Weingut Fritz Haag trägt der trockene Gutsriesling ausdrücklich den Zusatz „trocken“ auf dem Etikett. Sein feinherber Bruder kommt dagegen ganz ohne ergänzende Geschmacksangabe aus, da er nach Auffassung des Weinguts den klassischen Typus eines Mosel-Gutsrieslings verkörpert.

Dabei interpretiert Fritz Haag den Begriff „feinherb“ eher auf der trockenen und animierenden Seite: Mit 17,6 Gramm Restzucker pro Liter fällt der Wein gesetzlich noch in die Kategorie halbtrocken. Seine lebendige Moselsäure fängt die dezente Restsüße wunderbar auf und sorgt für ein harmonisches, saftiges und angenehm leichtfüßiges Geschmacksbild.

So bringt Fritz Haag einen klassischen, traditionsbewussten Mosel-Gutsriesling auf die Flasche: feinherb, ausgewogen und mit jener reizvollen Balance aus Frucht, Süße und Säure, für die die Rieslinge der Mosel so geschätzt werden.
 
 
 
 
  Das Weingut Fritz Haag aus Brauneberg gehört zweifellos zu den glanzvollsten Ikonen des deutschen Weinbaus. Seit Generationen steht dieser traditionsreiche Betrieb an der Mosel für Rieslinge von unnachahmlicher Finesse, Eleganz und tiefgründiger Struktur. Die steilen Schieferhänge der Region, allen voran die weltberühmten Lagen Brauneberger Juffer und Juffer Sonnenuhr, bilden das Fundament für diese flüssigen Kunstwerke. Unter der feinsinnigen Führung von Oliver Haag wird hier eine Weinbaustruktur gepflegt, die das einzigartige Terroir der Mosel-Saar-Ruwer-Region perfekt in die Flasche transportiert. Es ist die Symbiose aus extremen Steillagen, dem wärmespeichernden Devonschiefer und einem akribischen Qualitätsstreben, die den Weinen von Fritz Haag ihre unverwechselbare, feingliedrige Identität verleiht.

Der Riesling gilt als die unbestrittene Königin der weißen Rebsorten und findet an den Schiefersteilhängen der Mosel seine wohl spektakulärste Bühne. Er zeichnet sich durch seine lebendige Säurestruktur, eine noble Fruchtaromatik und eine fast vibrierende Mineralität aus. Im feinherben Segment entfaltet diese Rebsorte eine ganz besondere Magie, die weltweit geschätzt wird. Die feine Balance zwischen einer dezenten, naturbelassenen Restsüße und der rassigen, herkunftsgeprägten Säure sorgt für ein faszinierendes Spannungsspiel. Bei Fritz Haag wird dieser Stil mit einer solchen Präzision interpretiert, dass der Wein niemals schwer wirkt, sondern stets von einer schwebenden Leichtigkeit und einer belebenden Frische getragen wird.

Im Keller des Weinguts wird mit größtem Respekt vor der Natur gearbeitet. Die Trauben werden schonend gepresst und der Most temperaturkontrolliert im klassischen Fuderfass sowie im Edelstahltank vergoren. Dadurch bleibt die feine Primärfrucht optimal erhalten, während sich gleichzeitig die tiefe Mineralität des Schiefers voll entfalten kann. In dem aktuellen Jahrgang zeigt sich diese Philosophie in Perfektion. Der Jahrgang bringt eine wunderbare Klarheit, eine präzise Struktur und eine einladende Saftigkeit mit sich. Es ist ein Jahrgang, der durch seine kühle Eleganz und eine animierende Kräuterwürze besticht und die Typizität der Mosel feinsinnig widerspiegelt.

In glänzendem Strohgelb mit grünlichen Reflexen präsentiert sich dieser feine Weißwein im Glas. Das Bukett verzaubert augenblicklich mit Aromen von reifem Weinbergspfirsich, gelbem Apfel und einer feinen, rauchigen Schiefernote, die von subtilen Nuancen weißer Blüten begleitet wird. Am Gaumen offenbart sich ein mitreißendes Spiel: Die feinherbe Charakteristik fängt die vitale Säure meisterhaft auf, wodurch ein ungemein harmonischer Trinkfluss entsteht. Die salzige Mineralität im dichten Finale hallt lange nach und sorgt für einen anspruchsvollen Nachhall. Dieser Riesling ist ein fantastischer Speisenbegleiter – hervorragend geeignet zu asiatischen Gerichten mit feiner Schärfe, hellem Fleisch oder einfach als anspruchsvoller Solist für anregende Stunden.

PS: Der feinherbe Riesling kommt ohne jegliche weitere Kennzeichnung auf dem Etikett zur Auslieferung, hingegen die trockene Variante auch so ausgezeichnet wird.
 
     
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